Die Musik ist leise, instrumental – Jazz, Klassik oder Schweizer Alpenmelodien. Laute Shows oder Fernsehserien sind selten. Stattdessen werden Brettspiele gespielt, Bücher gelesen oder einfach nur Gespräche geführt.
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Wichtig: Gemütlichkeit bedeutet auch, von der Außenwelt abzuschalten. Viele Familien veranstalten dienstags oder sonntags „bildschirmfreie Abende“. Diese Zeit wird für Gespräche, Bastelarbeiten und Tagebuchschreiben genutzt.
In der römischen Schweiz wird Gemütlichkeit oft mit Wein und Käse in Verbindung gebracht: Ein Abend am Kamin mit einem Glas Fendant und Vacherin ist ein typischer Wintersamstag.
Selbst in Städten ohne Kamin schaffen die Schweizer eine Atmosphäre: Elektrische Kamine, Duftlampen mit Kiefernöl, Decken – alles trägt zum Gefühl von Zuhause bei.
Diese Einstellung ist kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit. Lange, dunkle Tage verlangen nach innerem Licht. Gemütlichkeit ist eine Möglichkeit, sich selbst etwas Gutes zu tun, ohne Worte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Schweizer Gemütlichkeit eine Philosophie ist. Sie lehrt: Glück liegt nicht in der Hektik, sondern im Innehalten. In der Stille, in der Wärme, in einem einfachen Moment mit den Liebsten.
