Autor

Judith Heidrich

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In der Schweiz ist ein ökologischer Lebensstil längst keine Nische mehr, sondern gelebte Normalität. Das tief verwurzelte Umweltbewusstsein, geprägt durch die alpine Natur und direkte Demokratie, treibt einen pragmatischen Wandel in allen Gesellschaftsbereichen voran.

Die starke Nachfrage nach sauberen Lösungen macht die Schweiz zu einem Cleantech-Hotspot. Der massive Ausbau erneuerbarer Energien (Solar, Geothermie) wird breit unterstützt. Gleichzeitig boomen Innovationen in der Kreislaufwirtschaft, die Recycling und Wiederverwendung vorantreiben.

Der Fokus verschiebt sich von „Fast Fashion“ zu „Slow Style“. Schweizer setzen zunehmend auf zeitlose Qualität, Second-Hand und Mietmodelle. Transparenz in der Lieferkette und ökologische Materialien werden für viele Verbraucher zum Standard.

Das Auto verliert an Dominanz zugunsten eines intelligenten Mobilitätsmixes. Das hervorragende, elektrifizierte öffentliche Verkehrsnetz ist das Rückgrat. Carsharing (z.B. Mobility), E-Scooter und Leihfahrräder sind in Städten allgegenwärtig und voll in digitale Apps integriert.

Der Wandel zeigt sich auch im Kleinen:

  • Ernährung: Hoher Bio-Konsum, pflanzenbasierte Alternativen und Apps gegen Food Waste sind weit verbreitet.

  • Wohnen: Energieeffiziente Minergie-Baustandards und der Einsatz natürlicher Materialien sind bei Sanierungen und Neubauten selbstverständlich.

  • Tourismus: „Soft Tourism“ mit Schwerpunkt auf Bahnreisen und naturnahen Aktivitäten gewinnt an Bedeutung.

Die Schweiz zeigt einen pragmatischen Weg: Ökologisches Bewusstsein und Innovation verstärken sich gegenseitig. Herausforderungen wie die graue Energie von Importen bleiben, doch die Richtung ist klar. Nachhaltigkeit ist hier keine Frage des Ob, sondern des immer ausgefeilteren Wie – und wird zunehmend zur Selbstverständlichkeit.

Manchmal möchte man sich einfach nur in eine Decke kuscheln, Tee kochen und es sich gemütlich machen. Gemütliche Filme und Serien sind dafür perfekt – warmherzig, wohltuend, ohne Gewalt oder Drama. Sie brauchen keine Spannung, sondern vermitteln ein Gefühl von Geborgenheit und Ruhe.

Little Miss Sunshine (2006) ist eine hervorragende Wahl. Die Geschichte einer exzentrischen Familie, die an einem Schönheitswettbewerb teilnimmt, ist voller Humor, Liebe und Akzeptanz. Das Finale mit Olivias Tanz ist eine Hommage daran, dass es schon ein Sieg ist, man selbst zu sein.

Junior (Julie & Julia, 2009) erzählt die Geschichte zweier Frauen, die ihre Leidenschaft fürs Kochen verbindet. Julia Child, gespielt von Meryl Streep, ist eine Ikone der Lebensfreude. Und die Kochszenen sind wärmer als jede Decke.

Die Serie „Good Lobster“ (Ted Lasso, 2020–2023) ist ein moderner Klassiker der Wohlfühlserien. Es ist die Geschichte eines amerikanischen Trainers, der nach England kommt und nicht auf dem Spielfeld, sondern durch Freundlichkeit gewinnt. Jede Folge ist eine Lektion in Optimismus und Menschlichkeit.

„Fast erwachsen“ (The Perks of Being a Wallflower, 2012) ist ein berührender Film über Teenager, Freundschaft und die erste Liebe. Er idealisiert die Jugend nicht, sondern erinnert uns daran, dass es selbst in der Dunkelheit Licht gibt.

Der Animationsfilm „Mein Nachbar Totoro“ (1988) von Hayao Miyazaki ist purer Trost. Ein Film ohne Bösewichte, nur Natur, Kinder und Waldgeister. Wie warme Milch vor dem Schlafengehen.

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Ein romantischer Abend braucht den perfekten Film – einen, der Sie einander näherbringt, Sie inspiriert und Ihnen noch lange nach dem Abspann ein warmes Gefühl schenkt. Das Weltkino hat viele Meisterwerke hervorgebracht, die zu Symbolen der Liebe geworden sind. Sie eignen sich perfekt für ein erstes Date oder einen Jahrestag.

Casablanca (1942) ist der Inbegriff von Romantik. Der Satz „Wir werden Paris immer in Erinnerung behalten“ ist eine Liebeserklärung an die Ewigkeit. Die Geschichte von Rikka und Ilsa während des Zweiten Weltkriegs handelt von Opferbereitschaft, Ehre und unvergänglicher Liebe.

Ein modernerer Klassiker ist Das erstaunliche Leben des Walter Mitty (2013). Er handelt nicht nur von Liebe, sondern auch davon, Ängste zu überwinden und das Leben in vollen Zügen zu genießen. Der Soundtrack von José González schafft eine traumhafte Atmosphäre.

„Wie ein einziger Tag“ (2004) ist ein Film, der Millionen von Menschen zu Tränen rührte. Die Geschichte von Noah und Allie erzählt von einer Liebe, die Zeit, Krankheit und gesellschaftliche Grenzen überwindet. Dieser Film ist für alle, die an die große Liebe glauben.

Für eine leichtere Stimmung empfiehlt sich „Der Teufel trägt Prada“ (2006). Auch wenn es keine reine Romanze ist, wirft die Beziehung zwischen Andy und ihrem Freund wichtige Fragen auf: Ehrgeiz versus Privatleben. Und Miranda Priestly ist eine Stilikone.

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Horror ist mehr als nur ein Genre; er ist ein Weg, kontrollierte Angst zu erleben, die das reale Leben ruhiger erscheinen lässt. Unter den Horrorfilmen der Welt finden sich wahre Meisterwerke, die die Entwicklung des Kinos geprägt und Kultstatus erreicht haben. Sie sind perfekt für alle, die Spannung, intellektuelle Rätsel und eine Atmosphäre des Unbehagens schätzen.

Ein Klassiker des Genres ist Stanley Kubricks „The Shining“ (1980). Basierend auf Stephen Kings Roman wurde der Film zu einem Meilenstein des psychologischen Horrors. Der Ausruf „Hier ist Johnny!“ und die Szene mit der Axt in der Tür sind Teil der Popkultur. Diese Filme sind nicht einfach nur Horrorfilme, sondern eine Auseinandersetzung mit Wahnsinn und Isolation.

Ebenso einflussreich ist „Der Exorzist“ (1973). Dieser Film schockierte das Publikum mit seinem Realismus und gilt bis heute als einer der furchteinflößendsten. Er setzte den Standard für alle nachfolgenden Filme über Besessenheit.

Ridley Scotts Alien (1979) ist eine brillante Mischung aus Horror und Science-Fiction. Gigers Schöpfung, der Xenomorph, ist zu einer Ikone geworden. Der Satz „Im Weltraum kann dich niemand schreien hören“ bringt die Essenz des Films perfekt auf den Punkt.

Saw (2004) läutete die Ära des „scharfen Horrors“ ein – Horror durch moralische Entscheidungen. Obwohl die Reihe an Qualität eingebüßt hat, ist der erste Film ein cleverer Thriller über den Wert des Lebens. Seine Fallen drehen sich nicht um Blutvergießen, sondern um die philosophische Frage: „Was bist du bereit zu geben, um zu leben?“

Unter den modernen Erfolgen sticht Jordan Peeles Get Out (2017) hervor. Er ist nicht nur Horror, sondern auch eine scharfe Gesellschaftssatire auf Rassismus. Der Film gewann einen Oscar und ist aufgrund seiner Vielseitigkeit zum Kultklassiker geworden.

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Die Wahl eines Films für einen gemeinsamen Filmabend mit Kindern ist eine verantwortungsvolle Aufgabe. Er sollte nicht nur unterhaltsam, sondern auch kindgerecht und nachvollziehbar sein und frei von versteckter Gewalt oder verstörenden Handlungen. Glücklicherweise hat das Weltkino viele Meisterwerke hervorgebracht, die sich perfekt für Familienabende eignen und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Disney-Animationsfilme sind nach wie vor absolute Klassiker. Der König der Löwen (1994) ist eine epische Geschichte über Verlust, Verantwortung und Erwachsenwerden. Das Remake von 2019 ist visuell atemberaubend, doch das Original hat seinen ganz eigenen Charme bewahrt. Der Soundtrack mit Elton John ist längst Teil der globalen Kultur.

Ein weiteres Juwel ist Küss den Frosch (2009). Es ist nicht nur ein wunderschönes Märchen, sondern auch eine Geschichte über harte Arbeit, Träume und die Achtung der eigenen Wurzeln. Tiana ist eine der stärksten Heldinnen von Disney.

Pixar schenkte der Welt Oben (2009), einen Film, der mit dem wohl berührendsten Prolog der Animationsgeschichte beginnt. Es lehrt uns, Erinnerungen zu schätzen, aber keine Angst vor neuen Abenteuern zu haben. Und Doggie, der Hund mit dem GPS-Halsband, ist nach wie vor ein Liebling von Kindern weltweit.

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Silvester ist die Zeit der Wunder, und Kino ist eine der sichersten Möglichkeiten, eine festliche Atmosphäre zu schaffen. Unter den Welthits nehmen Filme voller Magie, Herzlichkeit und einem Gefühl von Geborgenheit einen besonderen Platz ein. Sie können Jahr für Jahr wieder angeschaut werden und beleben jedes Mal aufs Neue den Glauben an Wunder.

Zweifellos ist „Kevin – Allein zu Haus“ (1990) der kultigste Silvesterfilm seiner Generation. Die Geschichte des kleinen Kevin McCallister, der versehentlich von seinen Eltern zu Hause vergessen wird, ist mehr als nur eine Komödie – sie ist zu einem kulturellen Phänomen geworden. Szenen mit Fallen, ein gemütliches, mit Lichterketten geschmücktes Haus und John Williams’ berühmte Filmmusik – all das ist untrennbar mit Weihnachten und Silvester verbunden.

Ebenso bedeutend ist der Klassiker „Kevin – Allein in New York“ (1992), in dem Kevin sich in einem riesigen Hotel wiederfindet und einen Spielzeugladen rettet. Diese Filme bieten nicht nur Humor, sondern auch ein herzerwärmendes Familiendrama – schließlich finden die Figuren am Ende immer wieder zueinander.

Ein weiterer Klassiker des Weihnachtskinos ist „Eine Weihnachtsgeschichte“. Die Version mit Jim Carrey (2009) ist die bekannteste, doch der Klassiker ist der Film von 1951 mit Alistair Sim. Die Geschichte des gierigen Scrooge, der dank der Geister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein Leben ändert, ist eine Hymne an Mitgefühl und zweite Chancen.

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Nach einem Tag auf der Piste oder einer verschneiten Wanderung gibt es nichts Schöneres, als in warmem Wasser mit Blick auf die Alpen zu entspannen. Die Schweiz ist ein Land der Thermalquellen, und die Winter-Thermalbäder sind in ihrer vollen Pracht zu erleben. Hier erwartet Sie nicht nur Entspannung, sondern ein wahres Regenerationsritual.

Die bekanntesten Thermalbäder befinden sich in Leukerbad (Wallis) mit 22 Außenbecken und Temperaturen bis zu 38 °C sowie in Bad Ragaz (Kanton St. Gallen), wo das Heilwasser direkt aus dem Berg fließt. Reich an Mineralien, löst das Wasser Muskelverspannungen und fördert die Durchblutung.

Moderne Schweizer Thermalbäder vereinen Natur und Technik. Viele Anlagen fügen sich harmonisch in die Landschaft ein: Glaswände, Holzterrassen und Panoramafenster mit Blick auf die Berge. Selbst mitten in Zürich gibt es ein Stadt-Spa mit Seeblick.

Das Angebot umfasst neben Bädern auch Massagen mit Alpenkräutern, Schokoladenpackungen und Aromatherapie. Viele verwenden lokal hergestellte Bio-Kosmetik.

Besonders beliebt ist das „Alpenritual“: ein Wechselbad aus heißen und kalten Anwendungen – Tauchbecken, Sauna, Eisdusche und Entspannung in einer Hütte. Das stärkt das Immunsystem und wirkt belebend.

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Der Winter in der Schweiz ist nicht nur eine Zeit der Natur, sondern auch eine Blütezeit der Kultur. Während die Skigebiete von Touristen bevölkert sind, pulsiert das kulturelle Leben in den Städten: Theater, Museen und Konzerthäuser bieten ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen und Geschmäcker.

Zürich, Genf und Basel gelten als Kulturhauptstädte. Sie beherbergen Institutionen wie die Oper Zürich, das Théâtre Porgy (Genf) und das Museum für Moderne Kunst (Basel). Im Winter bieten sie besondere Programme: Weihnachtsballette (der Nussknacker ist ein Klassiker), Jazzfestivals und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Doch Kultur beschränkt sich nicht auf die Großstädte. Auch kleinere Städte haben ihren ganz eigenen Charme. Luzern kann mit einem Freilichttheater (im Winter in einer Halle) aufwarten, und St. Gallen ist bekannt für seine Stiftsbibliothek mit Konzerten des Gregorianischen Chors. Graubünden ist Schauplatz von Festivals der rätoromanischen Kultur – eine Seltenheit in Europa.

Die Schweizer Museen vereinen Tradition und Innovation auf beispielhafte Weise. Beispiele hierfür sind das Olympische Museum in Lausanne, das Schokoladenmuseum in Broc und das Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds. Viele bieten Familientickets und interaktive Bereiche für Kinder an.

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In der Schweiz sind Winterabende eine wahre Kunstform. Wenn es draußen -10 °C kalt ist und der Kamin knistert, beginnt ein besonderes Ritual: Gemütlichkeit. Diesen Zustand pflegen die Schweizer bewusst, selbst in ihren modernsten Wohnungen.

Sanftes Licht ist dabei entscheidend. Kerzen, Lichterketten und warme Tischlampen ersetzen helles Licht. Deckenleuchten werden im Winter selten eingeschaltet – sie stören die gemütliche Atmosphäre. Stattdessen nutzen die Schweizer viele sanfte Lichtquellen, die ein faszinierendes Schattenspiel erzeugen.

Textilien spielen eine wichtige Rolle: Wolldecken, Schaffellsessel, Strickkissen. Alles ist natürlich, warm und fühlt sich angenehm an. Selbst in den minimalistischen Zürcher Interieurs findet eine handgefertigte Decke ihren Platz.

Das Essen steht im Mittelpunkt des Abends. Es kann ein einfaches, selbstgemachtes Fondue oder frisch gebackenes Birnbrot sein. Die Schweizer backen im Winter besonders gern: Der Duft von Zimt und Äpfeln erfüllt das Haus und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.

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Mit Beginn des Dezembers verwandelt sich die Schweiz in ein weihnachtliches Märchenland. Jede Stadt – von Zürich bis Genf, von Bern bis Luzern – öffnet ihre Weihnachtsmärkte, wo eine behagliche, warme und festliche Atmosphäre herrscht. Hier herrscht keine Hektik: Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht, sodass sich die Besucher wie im Herzen des winterlichen Europas fühlen.

Die Schweizer Weihnachtsmärkte zeichnen sich durch ihre Eleganz aus. Statt lauter Musik erklingt sanfter Jazz oder Chorgesang. Statt Plastikdekorationen gibt es geschnitzte Holzhäuser, Kerzen in den Fenstern und Girlanden aus echten Tannenzweigen. Selbst die Düfte sind natürlich: Zimt, Kiefernnadeln und warmer Wein.

Jede Region hat ihren eigenen Charme. In der Deutschschweiz dominieren die Traditionen: Christbaumkugeln, Glühwein und Holzspielzeug. In Genf vereint der Weihnachtsmarkt am Fuße des Mont Blanc Schweizer Eleganz mit französischem Charme. In Lugano erwarten Sie italienische Lichter, Panettone und Live-Musik.

Neben Shoppingmöglichkeiten gibt es zahlreiche Unterhaltungsangebote: Karussellfahrten, Kerzen- und Schmuckworkshops sowie Auftritte lokaler Chöre. Besonders berührend sind die Kindertage, an denen die Kleinen Samichlaus, den Schweizer Weihnachtsmann, treffen, der nicht allein, sondern mit seinem Helfer Schmutzli kommt.

Das Essen ist ein besonderer Genuss. Hier können Sie Lebkuchen, Zimtsterne, Bratwurst und natürlich heiße Schokolade mit Marshmallows probieren. Viele Stände verwenden regionale Produkte – Honig aus den Alpen, Käse aus dem Wallis, Äpfel aus dem Tessin.

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