Die Zusammenarbeit mit einem Psychologen ist entscheidend. Eine Therapie hilft dir, Verhaltensmuster zu erkennen: Warum hast du sie überschritten? Welche Glaubenssätze haben dich zurückgehalten („Ich muss hilfsbereit sein“, „Ich werde nicht geliebt, wenn ich mich weigere“)? Die Veränderung dieser Glaubenssätze ist die Grundlage für neue Grenzen.
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Körperübungen sind ebenfalls hilfreich: Yoga, Tanz, Atemübungen. Toxische Beziehungen entfremden einen oft vom eigenen Körper. Die Wiederherstellung des Körperbewusstseins hilft dir, dich wieder zu Hause zu fühlen.
Sei auf Widerstand gefasst. Toxische Menschen akzeptieren neue Grenzen selten freiwillig. Sie könnten dich beschuldigen, erpressen oder sich als Opfer darstellen. Deine Aufgabe ist es nicht, Recht zu behalten, sondern die Grenze zu wahren. Manchmal bedeutet das einen kompletten Bruch.
Überstürze nichts. Die Genesung dauert Monate, manchmal Jahre. Das ist normal. Wichtig ist, voranzukommen, auch in kleinen Schritten.
Denk daran: Grenzen sind nicht dazu da, andere zu bestrafen, sondern dich selbst zu schützen. Sie wiederherzustellen ist ein Akt der Selbstliebe.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Nach einer toxischen Beziehung bist du nicht „kaputt“, sondern traumatisiert. Und wie jedes Trauma heilt auch dieses – mit der richtigen Pflege. Du lernst neu, wie du dich schützen kannst. Und es ist möglich.
