Autor

Judith Heidrich

Werbung

Silvester ist die Zeit der Wunder, und Kino ist eine der sichersten Möglichkeiten, eine festliche Atmosphäre zu schaffen. Unter den Welthits nehmen Filme voller Magie, Herzlichkeit und einem Gefühl von Geborgenheit einen besonderen Platz ein. Sie können Jahr für Jahr wieder angeschaut werden und beleben jedes Mal aufs Neue den Glauben an Wunder.

Zweifellos ist „Kevin – Allein zu Haus“ (1990) der kultigste Silvesterfilm seiner Generation. Die Geschichte des kleinen Kevin McCallister, der versehentlich von seinen Eltern zu Hause vergessen wird, ist mehr als nur eine Komödie – sie ist zu einem kulturellen Phänomen geworden. Szenen mit Fallen, ein gemütliches, mit Lichterketten geschmücktes Haus und John Williams’ berühmte Filmmusik – all das ist untrennbar mit Weihnachten und Silvester verbunden.

Ebenso bedeutend ist der Klassiker „Kevin – Allein in New York“ (1992), in dem Kevin sich in einem riesigen Hotel wiederfindet und einen Spielzeugladen rettet. Diese Filme bieten nicht nur Humor, sondern auch ein herzerwärmendes Familiendrama – schließlich finden die Figuren am Ende immer wieder zueinander.

Ein weiterer Klassiker des Weihnachtskinos ist „Eine Weihnachtsgeschichte“. Die Version mit Jim Carrey (2009) ist die bekannteste, doch der Klassiker ist der Film von 1951 mit Alistair Sim. Die Geschichte des gierigen Scrooge, der dank der Geister der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sein Leben ändert, ist eine Hymne an Mitgefühl und zweite Chancen.

Seiten: 1 2

Nach einem Tag auf der Piste oder einer verschneiten Wanderung gibt es nichts Schöneres, als in warmem Wasser mit Blick auf die Alpen zu entspannen. Die Schweiz ist ein Land der Thermalquellen, und die Winter-Thermalbäder sind in ihrer vollen Pracht zu erleben. Hier erwartet Sie nicht nur Entspannung, sondern ein wahres Regenerationsritual.

Die bekanntesten Thermalbäder befinden sich in Leukerbad (Wallis) mit 22 Außenbecken und Temperaturen bis zu 38 °C sowie in Bad Ragaz (Kanton St. Gallen), wo das Heilwasser direkt aus dem Berg fließt. Reich an Mineralien, löst das Wasser Muskelverspannungen und fördert die Durchblutung.

Moderne Schweizer Thermalbäder vereinen Natur und Technik. Viele Anlagen fügen sich harmonisch in die Landschaft ein: Glaswände, Holzterrassen und Panoramafenster mit Blick auf die Berge. Selbst mitten in Zürich gibt es ein Stadt-Spa mit Seeblick.

Das Angebot umfasst neben Bädern auch Massagen mit Alpenkräutern, Schokoladenpackungen und Aromatherapie. Viele verwenden lokal hergestellte Bio-Kosmetik.

Besonders beliebt ist das „Alpenritual“: ein Wechselbad aus heißen und kalten Anwendungen – Tauchbecken, Sauna, Eisdusche und Entspannung in einer Hütte. Das stärkt das Immunsystem und wirkt belebend.

Seiten: 1 2

Werbung

Der Winter in der Schweiz ist nicht nur eine Zeit der Natur, sondern auch eine Blütezeit der Kultur. Während die Skigebiete von Touristen bevölkert sind, pulsiert das kulturelle Leben in den Städten: Theater, Museen und Konzerthäuser bieten ein vielfältiges Programm für alle Altersgruppen und Geschmäcker.

Zürich, Genf und Basel gelten als Kulturhauptstädte. Sie beherbergen Institutionen wie die Oper Zürich, das Théâtre Porgy (Genf) und das Museum für Moderne Kunst (Basel). Im Winter bieten sie besondere Programme: Weihnachtsballette (der Nussknacker ist ein Klassiker), Jazzfestivals und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst.

Doch Kultur beschränkt sich nicht auf die Großstädte. Auch kleinere Städte haben ihren ganz eigenen Charme. Luzern kann mit einem Freilichttheater (im Winter in einer Halle) aufwarten, und St. Gallen ist bekannt für seine Stiftsbibliothek mit Konzerten des Gregorianischen Chors. Graubünden ist Schauplatz von Festivals der rätoromanischen Kultur – eine Seltenheit in Europa.

Die Schweizer Museen vereinen Tradition und Innovation auf beispielhafte Weise. Beispiele hierfür sind das Olympische Museum in Lausanne, das Schokoladenmuseum in Broc und das Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds. Viele bieten Familientickets und interaktive Bereiche für Kinder an.

Seiten: 1 2

In der Schweiz sind Winterabende eine wahre Kunstform. Wenn es draußen -10 °C kalt ist und der Kamin knistert, beginnt ein besonderes Ritual: Gemütlichkeit. Diesen Zustand pflegen die Schweizer bewusst, selbst in ihren modernsten Wohnungen.

Sanftes Licht ist dabei entscheidend. Kerzen, Lichterketten und warme Tischlampen ersetzen helles Licht. Deckenleuchten werden im Winter selten eingeschaltet – sie stören die gemütliche Atmosphäre. Stattdessen nutzen die Schweizer viele sanfte Lichtquellen, die ein faszinierendes Schattenspiel erzeugen.

Textilien spielen eine wichtige Rolle: Wolldecken, Schaffellsessel, Strickkissen. Alles ist natürlich, warm und fühlt sich angenehm an. Selbst in den minimalistischen Zürcher Interieurs findet eine handgefertigte Decke ihren Platz.

Das Essen steht im Mittelpunkt des Abends. Es kann ein einfaches, selbstgemachtes Fondue oder frisch gebackenes Birnbrot sein. Die Schweizer backen im Winter besonders gern: Der Duft von Zimt und Äpfeln erfüllt das Haus und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.

Seiten: 1 2

Werbung

Mit Beginn des Dezembers verwandelt sich die Schweiz in ein weihnachtliches Märchenland. Jede Stadt – von Zürich bis Genf, von Bern bis Luzern – öffnet ihre Weihnachtsmärkte, wo eine behagliche, warme und festliche Atmosphäre herrscht. Hier herrscht keine Hektik: Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht, sodass sich die Besucher wie im Herzen des winterlichen Europas fühlen.

Die Schweizer Weihnachtsmärkte zeichnen sich durch ihre Eleganz aus. Statt lauter Musik erklingt sanfter Jazz oder Chorgesang. Statt Plastikdekorationen gibt es geschnitzte Holzhäuser, Kerzen in den Fenstern und Girlanden aus echten Tannenzweigen. Selbst die Düfte sind natürlich: Zimt, Kiefernnadeln und warmer Wein.

Jede Region hat ihren eigenen Charme. In der Deutschschweiz dominieren die Traditionen: Christbaumkugeln, Glühwein und Holzspielzeug. In Genf vereint der Weihnachtsmarkt am Fuße des Mont Blanc Schweizer Eleganz mit französischem Charme. In Lugano erwarten Sie italienische Lichter, Panettone und Live-Musik.

Neben Shoppingmöglichkeiten gibt es zahlreiche Unterhaltungsangebote: Karussellfahrten, Kerzen- und Schmuckworkshops sowie Auftritte lokaler Chöre. Besonders berührend sind die Kindertage, an denen die Kleinen Samichlaus, den Schweizer Weihnachtsmann, treffen, der nicht allein, sondern mit seinem Helfer Schmutzli kommt.

Das Essen ist ein besonderer Genuss. Hier können Sie Lebkuchen, Zimtsterne, Bratwurst und natürlich heiße Schokolade mit Marshmallows probieren. Viele Stände verwenden regionale Produkte – Honig aus den Alpen, Käse aus dem Wallis, Äpfel aus dem Tessin.

Seiten: 1 2

Der Winter in der Schweiz ist nicht nur Ski- und Snowboardzeit, sondern auch die perfekte Zeit für entspannende und inspirierende Wanderungen. Hunderte Kilometer präparierte Wanderwege, speziell für den Winter vorbereitet, durchziehen das Land. Diese sogenannten Winterwanderwege führen durch verschneite Wälder, entlang zugefrorener Seen und vorbei an gemütlichen Dörfern mit rauchenden Schornsteinen.

Besonders beliebt sind diese Wege im Engadin (Graubünden), im Jura und in den Walliser Skigebieten. Die Wanderung von St. Moritz zum Silser See beispielsweise ist weniger als 5 km lang, bietet aber auf Schritt und Tritt traumhafte Ausblicke. Die Luft ist kristallklar, der Schnee knirscht unter den Füßen, und ringsum herrscht Stille, die nur vom Zwitschern der Vögel oder dem Läuten der Kuhglocken einer Bergkuh unterbrochen wird.

Diese Wanderungen sind für alle geeignet: Außer warmer Kleidung und wasserfesten Schuhen ist keine besondere Ausrüstung erforderlich. Viele Routen bieten Schneeschuhverleih an, der die Wanderung zu einem echten Abenteuer macht – besonders im Tiefschnee abseits der Wege.

Winterwandern ist nicht nur Sport, sondern auch eine Form der Meditation. Anders als in geschäftigen Skigebieten kann man hier zur Ruhe kommen, abschalten und sein inneres Gleichgewicht wiederfinden. Die Schweizer nennen dies Langsamkeit – die Kunst des Entschleunigens, die in unserer hektischen Zeit besonders wertvoll ist.

Viele Routen enden an traditionellen Chalets oder Almhütten, wo man sich mit heißem Tee, Schokolade oder sogar Fondue aufwärmen kann. So wird die Wanderung nicht nur zu einem körperlichen, sondern auch zu einem kulinarischen Genuss.

Für Familien mit Kindern gibt es kurze, sichere Wege mit Spielplätzen – zum Beispiel in Arosa oder Lenzerheide. Kinder können rodeln und Schneemänner bauen, während die Eltern die Aussicht genießen.

Seiten: 1 2

Werbung

Schweizer Winterdesserts stehen für Gemütlichkeit, Gewürze und die Wärme des Kamins. Das bekannteste ist der Christstollen, ein Weihnachtskuchen, der ursprünglich aus Deutschland stammt, aber an den Schweizer Geschmack angepasst wurde. Er wird aus Hefeteig mit Rosinen, kandierten Früchten und Mandelblättchen hergestellt, mit Kardamom und Vanille verfeinert und mit Puderzucker bestäubt, der den Schnee symbolisiert.

In der deutschsprachigen Schweiz ist Apfelstrudel beliebt – ein Apfelstrudel mit Zimt, Rosinen und Walnüssen, umhüllt von dünnem Blätterteig. Er wird warm mit Vanilleeis oder Schlagsahne serviert. Die Zubereitung erfolgt in Handarbeit, wobei der Teig so lange gedehnt wird, bis er durchscheinend ist – eine Kunst, die von Generation zu Generation weitergegeben wird.

In der römischen Schweiz sind Mousses au chocolat – luftige Schokoladenmousses, oft mit Kirschwasser – besonders beliebt. Im Tessin, einem italienischen Kanton, backt man Panettone, ein süßes Brot mit kandierten Früchten und Rosinen, das traditionell zum Frühstück mit heißer Schokolade serviert wird.

Seiten: 1 2

Im Winter liegt in der Schweiz der Duft von Zimt, Nelken und Zitrusfrüchten in der Luft – Glühweinzeit! Auf den Weihnachtsmärkten von Zürich, Bern und Genf wird er in Keramikbechern mit Jahressymbolen serviert. Schweizer Glühwein unterscheidet sich jedoch vom deutschen: Er wird häufiger mit Weißwein zubereitet, insbesondere in der Romanik.

Das Rezept ist einfach: Weißwein (meist Fendant oder Chasselas), Orangenscheiben, eine Zimtstange, Nelken, Ingwer und etwas Honig oder Zucker. Wichtig ist, den Wein nur leicht zu erwärmen, nicht zu kochen, damit sein Aroma erhalten bleibt. In den deutschsprachigen Kantonen wird manchmal Kirschwasser oder Rum hinzugefügt.

Neben Glühwein sind auch alkoholfreie Getränke beliebt. Kinderpunsch ist eine Fruchtbowle für Kinder, zubereitet mit Apfelsaft, Himbeeren, Zitrone und Gewürzen. Er wird warm mit einer Apfelscheibe serviert.

In den Bergregionen trinken die Schweizer im Winter gerne Zottelbier – warmes Bier mit Honig und Zimt – oder Vin Chaud (Glühwein) aus Rotwein, vor allem im Wallis und in Genf.

Seiten: 1 2

Werbung

Zürcher Kalbfleisch (Zürcher Geschnetzeltes) ist ein exquisites Gericht, das die Zartheit des Fleisches, das Aroma von Champignons und die Reichhaltigkeit einer cremigen Sauce vereint. Obwohl es ursprünglich aus Zürich stammt, wird es heute in der ganzen Schweiz serviert, besonders im Winter, wenn man sich nach etwas Herzhaftem, aber nicht Schwerem sehnt.

Das Gericht wird aus dünn geschnittenem Kalbfleisch zubereitet, das kurz in Butter mit Zwiebeln und Champignons angebraten wird. Anschließend werden Weißwein, Brühe und Sahne hinzugefügt, und die Sauce köchelt einige Minuten, bis sie eingedickt ist. Die wichtigste Zutat ist Cognac oder Kirschwasser, das der Sauce Tiefe und eine feine Säure verleiht.

Traditionell wird es mit Rösti serviert – frittierten Kartoffelpuffern, die außen knusprig und innen weich sind. Dieses Duo ist ein Klassiker der Schweizer Küche: zartes Fleisch und knusprige Kartoffeln, Sahne und Zwiebeln, Wein und Kräuter.

Interessanterweise entstand das Gericht ursprünglich, um Fleischreste zu verwerten. Im 19. Jahrhundert schnitten Zürcher Restaurantköche Kalbsabschnitte in dünne Streifen – „geschnetzeltes“ bedeutet wörtlich „in Streifen geschnitten“. Mit der Zeit entwickelte es sich zu einer Delikatesse.

Seiten: 1 2

Wenn Fondue die Seele der französischsprachigen Schweiz ist, so ist Raclette der Stolz der deutschsprachigen Kantone, insbesondere des Wallis. Dieses Gericht hat seinen Ursprung bei den Hirten, die einen halbkreisförmigen Käse über dem Feuer erhitzten und die geschmolzene Oberfläche mit einem Messer direkt auf Kartoffeln, Zwiebeln und Essiggurken strichen. Das Wort „Raclette“ stammt vom französischen „racler“ (schaben), was den Vorgang treffend beschreibt.

Heute ist Raclette nicht nur ein Gericht, sondern auch ein geselliges Ereignis. Jeder Gast erhält einen Mini-Grill mit einem eigenen Teller. Kartoffeln, Schinken und Champignons werden auf dem Grill zubereitet, während eine dünne Käsescheibe in speziellen Schlitzen daneben schmilzt. Sobald der Käse geschmolzen ist, wird er auf den Tellerrand gestrichen. Es ist ein interaktives Abendessen, das Menschen zusammenbringt und unterhält.

Die Basis des Gerichts bildet Raclettekäse (Raclette du Valais AOP), eine geschützte geografische Angabe. Es reift mindestens drei Monate, hat ein nussiges Aroma und schmilzt perfekt, ohne sich zu trennen. Fälschungen aus anderen Ländern enthalten oft Palmöl, während echtes Schweizer Raclette ausschließlich aus Kuhmilch von Alpenweiden hergestellt wird.

Raclette ist besonders im Winter beliebt: Es wird in Skihütten, bei Familien und sogar auf Weihnachtsmärkten serviert. Nach einem Tag auf der Piste gibt es nichts Besseres als heißen Käse mit Salzkartoffeln und Essigzwiebeln. Dieses Gericht sättigt, gibt neue Energie und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit.

Im Gegensatz zu Fondue ist Raclette unkomplizierter: Man muss nicht ständig am Topf stehen oder die Konsistenz überwachen. Jeder kann sich sein Essen selbst zusammenstellen, was es ideal für Familien mit Kindern oder größere Gruppen macht.

Seiten: 1 2

Werbung

Werbung